MTB Marathon Pfronten

Auch dieses Jahr nahm ich mir wieder den Marathon in Pfronten der zugleich auch zur Ritchey Challenge zählt vor. Wie letztes Jahr auch entschied ich mich heuer ebenfalls wieder für die Extrem Strecke mit 70km und 2600hm.

Letztes Jahr noch 35°C standen wir heuer bei 11°C und Regen an der Startlinie. Der Marathon war auch dieses Jahr wieder extrem stark besetzt: Konny Looser (Team Stöckli Pro), Andreas Strobel, Matthias Bettinger (Centurion Vaude) und Guido Thaler (Craft Rocky Mountain) waren die Profis und zugleich auch die Favoriten. Der Startschuss fiel um 10Uhr. Die kurze neutralisierte Startphase zum Fuß des Breitenbergs konnte ich gut nutzen um mich in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Am Breitenberg setzten sich die Favoriten ab und ich reihte mich in die erste Verfolgergruppe ein. Leider begann mein Rücken wieder an zu stechen und fand nur schwer meinen Rhythmus wodurch ich ein paar Fahrer ziehen lassen musste. Zu viert machten wir uns nun auf die letzten Höhenmeter des Anstiegs, die zugleich auch die steilsten in dem ganzen Rennen waren. In dem Streckenabschnitt konnte ich mich von den Fahrern etwas distanzieren und den Vorsprung im Downhill ausbauen. Leider musste ich dadurch das Tal zum nächsten Anstieg hinauf zum Edelsberg alleine fahren. Kurz bevor es in den zweiten Anstieg zum Edelsberg ging holten mich zwei Fahrer ein wodurch wir zu dritt die ca. 700hm in Angriff nahmen. Kurz bevor es in den Dowhnill ging erhöhte ich das Tempo etwas, wodurch wir einen weiteren Fahrer einholen konnten. Zu viert fuhren wir den Downhill und das Flachstück zum nä chsten Anstieg hinauf zum Himmelreich.

Leider funktionierte die Tempoarbeit nur durch mehrmaliges auffordern. Die nächsten 350hm hinauf zum Himmelreich waren ziemlich hart, da ich durch den langen Downhill, den regen sowie die niedrigen Temperaturen schnell auskühlte. Aber dennoch konnte ich an der Gruppe dran bleiben und einen Fahrer distanzieren. Im darauffolgenden Downhill, der zugleich auch der technischste Abschnitt der gesamten Strecke war, setzte ich mich von meinen Verfolgern ab und baute einen kleinen Vorsprung aus. Zu meinem Glück bogen kurz vor mir ein paar Fahrer von der 26km auf die Strecke ab. Ich setzte mich in den Windschatten und profitierte von dem hohen Tempo wodurch ich einen weiteren Fahrer einholte. Im letzten Anstieg nochmals hinauf zum Breitenberg fand ich schnell meinen Rhythmus und konnte einen weiteren Fahrer distanzieren. Ab der Hälfte von dem 800hm Anstieg erhöhte ich nochmals das Tempo und fuhr meine Reserven auf. Dadurch verschaffte ich mir einen Vorsprung zu meinen Verfolgern und konnte mich so voll auf den Downhill konzentrieren und auf Sicherheit fahren. Durch den inzwischen sehr tief hängenden Nebel sah man höchstens 3m weit worauf es eine kurze Schrecksekunde gab als vor mir plötzlich zwei Kühe auf der Strecke auftauchten! Schnell reagiert wich ich aus und fuhr die letzten Meter sicher ins Ziel.

So überquerte ich die Ziellinie mit einer Zeit von 03:29.43h auf Platz 6 im Gesamtklassement und auf Platz 4 in der Allgemeinen Herrenklasse. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und auch etwas überrascht, da vor mir nur die Marathon-Profis waren und ich mit dieser Platzierung durch meine Rückenschmerzen überhaupt nicht gerechnet habe.


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>