Salzkammergut Trophy

119,5km und 3848hm sind die Daten der Strecke B von der diesjährigen Salzkammergut Trophy im schönen Bad Goisern. Letztes Jahr noch auf Strecke D unterwegs, meldete ich mich dieses Jahr für die Strecke B an.

Der Startschuss fiel bei wunderschönem Wetter um 9Uhr. Die neutralisierte Startphase war sehr kurz und bereits nach wenigen km ging es in den ersten Uphill der ca. 900hm mit sich brachte.

Ich fuhr meinen eigenen Rhythmus um Kräfte für die noch lange anstehende Strecke zu sparen. So machte ich mit gemeinsam mit Wolfgang Mayer (FXX Cycles) auf den Weg. Wir konnten ein gutes Tempo fahren und holten zwei Conway-Fahrer ein. So entstand eine super Gruppe wo immer die Führungsarbeit gewechselt wurde. Im Downhill von der Hütteneckalm nach Weißenbach hinab konnten wir uns von einem Conway-Fahrer distanzieren und auf Stefan Wagener (Scott Team Wein) aufschließen. Der Downhill war extrem rutschig und schwer zu fahren, machte aber viel Spaß. Zu viert machten wir uns nun auf das ca. 20km lange Flachstück zum nächsten Uphill hinauf zum Salzberg. Im Uphill konnte ich mich gemeinsam mit Stefan von den anderen zwei Fahrer absetzen und einen kleinen Vorsprung heraus fahren. Nach einem kurzen Downhill ging es auch schon in den nächsten Anstieg hinauf zur Roßalm wo ich mich von Stefan distanzieren und auf Manuel Pliem (RC Ausseerland) aufschließen konnte. Gemeinsam nahmen wir uns den Downhill vor und versuchten durch eine Tempoverschärfung und ständigen Führungswechsel auf TREK-Mountainbiker Heinz Verbnjak aufzuschließen. Dies gelang uns in Gosau auch und nach kurzer Rücksprache nahmen wir uns zu dritt die letzten 20km der Strecke in Angriff. Auch hier funktionierte die Führungsarbeit ausgezeichnet wodurch wir das Tempo hoch halten konnten. Beim entscheidenden Zielsprint schnitt plötzlich ein D-Strecken Fahrer den Weg und ich musste voll in die Eisen steigen. Sehr schade, da sich meine Beine für den Sprint sehr gut angefühlt haben. So kam ich auf Platz 9 in der Gesamtwertung und auf Platz 4 in der Altersklasse mit einer Zeit von 05:31,23 h ins Ziel.

Kleines Trostpflaster für den “versauten” Sprint: Bester Deutscher auf der Strecke B :)


9. Ammergauer Alpen Bike Cup

Am gestrigen Sonntag fand im schönen Oberammergau der 9. Ammergauer Alpen Bike Cup der zugleich auch zur Ritchey Challenge zählt statt. Es standen zwei Streckenlängen zur Auswahl. Ich entschied mich für die 55km mit 1730hm Strecke die zugleich auch die längste war.

Die Startliste war gespickt mit Top-Fahrern, dass komplette Centurion-Vaude Team mit Markus Kaufmann, Andreas Strobel und Rupert Palmberger standen an der Startlinie aber auch ein Guido Thaler fand man im Starterfeld. Die Strecke aber auch das sehr stark besetzte Fahrerfeld wiesen auf ein sehr schnelles Rennen hin und so war es auch. Der neutralisierte Start gab mir die Chance mich in eine gute Ausgangsposition zu bringen, ehe es 10km flach bis zum ersten Anstieg ging.

Nach der neutralisierten Startphase wurde das Rennen sehr hektisch, jeder wollte die beste Ausgangsposition ehe es in die Engstellen ging. Von einer Hauptstraße wurde das Feld plötzlich auf ein Fußgängerweg gelotst, worauf sich zwei Fahrer vor mir verhakt hatten und stürzten. Ich konnte rechtzeitig reagieren, verlor aber so den Anschluss zur Spitzengruppe. Mit viel Kraft konnte ich wieder auf die Gruppe auffahren und mich im Windschatten wieder etwas erholen. Am ersten Anstieg zogen die Centurion-Vaude Fahrer auf und davon. Ich fand eine tolle Gruppe die gut Druck machte und wir uns immer weiter vor arbeiten konnten. Im Uphill jedoch löste sich plötzlich mein cleat, es wurde immer schlimmer und so war ich gezwungen stehen zu bleiben. Dank Uwe Glaser der zur richtigen Zeit am richtigen Ort stand und er mein cleat wieder festgezogen hat, konnte ich genervt das Rennen wieder aufnehmen. Die Gruppe war leider schon sehr weit weg und die Aufholjagd begann. Im Anstieg konnte ich wieder einige Plätze gut machen und im Donwhill den Vorsprung ausbauen. Leider löste sich im Downhill wieder mein cleat, was gerade im technischen Abschnitt des Downhills äußerst negativ war.

Da ich selbst kein Werkzeug dabei hatte und so das cleat auch nicht wieder festziehen konnte, stieg ich bei km 29 total genervt aus dem Rennen aus. Das cleat hätte sich immer wieder gelöst, da die Schrauben ihre Streckgrenze schon bei weitem erreicht haben und bald abgerissen wären.

Sehr schade, da die Gruppe in der ich mich anfangs befand sich in den Top 10 aufgehalten hat. Jetzt heißt es schnell vergessen und auf das nächste Rennen konzentrieren!